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Behandlung von Hauttumoren

Was sind gutartige und bösartige Hauttumore?

Die Veränderungen der Hautoberfläche werden in den nächsten Jahren durch verschiedene Faktoren (Sonnenexposition, Lebensgewohnheiten, älter werden, etc.) beeinflusst, weiter steigen. Das Wort „ Tumor „ wird in der Umgangssprache oft mit etwas Bösartigem gleichgesetzt. In der medizinischen Terminologie handelt es sich allerdings bei dieser Bezeichnung um die Übersetzung „Geschwulst“. Somit können selbstverständlich auch gutartige Hautveränderungen bezeichnet werden.

Der Facharzt (v.a. Dermatologe, Plastischer Chirurg) differenziert in der ersten Phase den Tumor und entscheidet, ob dieser Behandlungsbedarf hat.

Eine definitive Entscheidung wird dann erst durch die Einsendung (bei Entnahme) des Hauttumors in einem histologischen Speziallabor vollzogen. Diese Feingewebsuntersuchung entscheidet dann über die weitere Behandlung (Nachresektion, Abwarten, Kontrollen, etc.).

Ebenso kann auch bei der größten Anzahl der gutartigen Hauttumore diese eher als störend empfunden werden, so dass der Entschluss vom Patienten zur Entfernung der jeweiligen Hautveränderungen erfolgt.

In jedem Fall erfolgt allerdings die Analyse im histologischen Speziallabor.

Als störend können Muttermale (Naevi), Fettgewebsgeschwülste (Lipome), Bindegewebstumore (Fibrome), Grützbeutel (Artherome) gelten. Ebenso kann es bei Fettverteilungsstörungen zu Fetteinlagerungen im Bereich (v.a.) der Augen kommen (Xanthelasmen). Zudem entstehen im Alter vermehrt Warzen (seborrhoische Keratosen, etc.) bis hin zu viral bedingten Warzen im Bereich der Hautareale.

 

Melanome:

Als besonders bösartig einzustufen ist die Gruppe von Melanomen. Diese sind meist als unebene, unklare Grenzen und Farben beinhaltende Hautveränderung zu sehen. Dies kann aber auch variieren.

 

NON-Melanoma:

› BCC (Basalzellkarzinom) und SCC (Squamous Cell Carcinoma) stellen häufige Varianten der Gruppe der „nicht-Melanome“ dar.

› BCC: entstehen meist durch eine kleine erhabene Stelle, die langsam über Monate und Jahre hinweg größer wird. Eine Ausbreitung auf andere Körperareale ist eher selten zu beobachten.

› SCC: heilen in dem weiteren Wachstumsverlauf sehr selten und bluten oft. SCC können allerdings das lymphatische System befallen und sich dann im Körper ausbreiten.

Behandlung von Hauttumoren

Wie verläuft die weitere Behandlung?

Bei der operative Entfernung von Hauttumoren ist ein gutes Zusammenspiel zwischen Patient und Operateur, sowie dem histologischen Labor von entscheidender Wichtigkeit, denn oft wird der Eingriff in einem zweitseitigen Vorgehen (d.h. in einer zweiten Operation) erst beendet. V.a. in Bereichen, in denen wenig verschiebliche Hautareale bestehen (Gesicht, Nasenrücken, etc.) wird zunächst erst bei V.a. bösartigem Tumor eine Entfernung des Tumors vollzogen und dieser Defekt dann mit einer Kunsthaut gedeckt, bis das histologische Ergebnis Rückschlüsse auf die weitere Therapie gibt.

Dies kann einige Tage dauern. In dieser Zeit bleibt die künstliche Haut und ein Verband auf dem Bereich. Der Patient wird dann erneut in einem Gespräch über die weiteren Optionen und Möglichkeiten der Defektdeckung augeklärt.

Meist können diese Eingriffe unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Allerdings hängt dies auch vom Gesundheitszustand und der Lokalisation des Tumors des Patienten ab.

Selbst nach der (histologisch gesicherten) Entfernung des Tumors sind weitere engmaschige Kontrolluntersuchungen notwendig, um ggf. erneut auftretende Tumoren schnellstmöglich zu behandeln. Je nach Tumorart kann diese im Wochenbereich bis zu 3-6 Monaten Kontrollzeitraum liegen.

Der Regenerationsfähigkeit unseres größten Organes (der Haut) sind allerdings Grenzen gesetzt. Eine in den letzten Jahren zunehmende Exposition von externen Noxen (v.a. UV-Strahlung) trägt stark zu einer internen Veränderung der Haut und der Elastizität und auch der Abwehrmechanismen bei.

Atherome (Zysten) stellen die auf dem mit ca. 1,4 -1,8 m2 großen Organ die häufigste „Neubildung“ dar. Atherome haben einen Hohlkörper und ragen teilweise weißlich bis unter die Hautoberfläche hervor.

Atherome entstehen meist durch eine verstopfte Talgdrüse, so daß es in der Folgezeit zu einer Entzündungsreaktionen in diesen Hautbereichen kommt.

Auch Lipome treten sehr häufig im Bereich der Körperoberfläche (können auch tiefer liegen) auf. Diese fallen durch die knotige, meist gut verschiebliche Beschaffenheit auf. Teilweise besteht eine familiäre Disposition (Vererbung). Sie können aber auch Indiz für eine Systemerkrankung sein.

Stielwarzen (Fibrome) können oft leicht über eine Elektrokoagulation vom Körper entfernt werden. Ein häufiges Vorkommen findet man in Bereichen der Achseln und des Halses.

Die schon vorher beschriebenen Fettverteilungsstörungen im Körper können zu sogenannten Xanthelasmen führen, die v.a. im Bereich der Augenpartien auftreten. In diesen Fällen ist eine einhergehende Laboruntersuchung notwendig. Hierbei findet sich oft eine Erhöhung der Blutfettwerte. Überschüssiges Fett wird dann in den Bereichen der oberen (auch unteren) Augenpartien abgelagert. Die Entfernung stellt eine kosmetische Indikation dar, da diese komplett ungefährlich sind (lediglich Fettablagerungen).

Im Alter treten „Alterswarzen“- auch als seborrhoische Kerathosen bezeichnet- und sind oft bräunlich veränderte, erhabene Hautveränderungen, die teilweise geriffelt erscheinen.

Seborrhoische Kerathosen sind gutartig und harmlos anzusehen, dennoch sollte eine jährliche Kontrolle erfolgen, da ebenso eine „Umstrukturierung“ der Kerathosen stattfinden kann.

 

Nach der Geburt finden sich nicht selten einzelne Blutschwämme (Hämangiome) im Bereich des Körpers (v.a. Gesicht). Als Ursache sind Vergrößerungen von Blutgefässen im Bereich der Haut – und Unterhaut zu suchen. Diese Hämangiome können sich vergrößern und ebenso in den ersten sechs Lebensjahren komplikationslos von alleine verschwinden. Daher wird eher eine abwartende Haltung propagiert. Bei größeren Hämangiomen (Außnahme) , die verdrängend wachsen, kann eine weiterführende Therapie (Laser, Verschlußembolisation mit Navigation, etc.) in Erwägung gezogen werden.

Bei der anderen Formen der Muttermale (eher hell-dunkle Pigmentflecken aus Melanin), sollte Vorsicht geboten werden, da sich diese anfangs harmlosen Pigmentflecke im Laufe des Lebens in bösartige Melanome umwandeln können.

 

Wann sollte ich mir die Hautveränderungen entfernen lassen?

Eine Entfernung der Hauttumoren ist sicher notwendig, wenn diese zum einen störend empfunden werden und zum anderen vom Arzt als „unsicher“ bezeichnet werden. Bei einer hohen Wahrscheinlichkeit der Hautveränderung in einen fraglich bösartigen Bereich, sollte unbedingt eine Entfernung erfolgen.

Des Weiteren ist durch eine schon beschriebene gewebshistologische Untersuchung in einem Speziallabor die Hautprobe genau zu untersuchen, um eine Differenzierung vorzunehmen.

Nach dieser kann dann die weitere Therapie (Nachresektion, Beobachtung, etc.) beschlossen werden.

 

Gibt es verschiedene Methoden der Behandlung?

Bei der operativen Therapie gibt es verschiedene Methoden der Behandlung. Zum einen kann diese durch die klassische Entfernung (Excision) erfolgen. Die Probe wird dann IMMER in ein Speziallabor zur Untersuchung eingesendet.

Andere Verfahren bei nicht malignen Tumoren können in einer Kryotherapie, der Bandlung durch Laser oder in kombinierten Verfahren ablaufen. Kleine Tumoren können „geshaved“ werden, wobei nur die Oberfläche abgetragen wird, um keine zu großen Narben zu generieren.

In der Lasertherapie erfolgt eine schonende Therapie, in der Tumorgewebe punktgenau zerstört wird. Diese Methode wird allerdings nur bei gutartigen Tumoren angewendet.

Bei der oben beschriebenen Kryotherapie wird eine Zerstörung der gutartigen Tumore durch Kälte (bis zu -180 Grad) erzeugt.

Die Methode eignet sich v.a. bei gutartigen Hauttumoren, wobei das minimial invasivste Verfahren im Vordergrund der Behandlung steht.

Die beschriebenen Lipome und Atherome lassen sich durch direkte Exzision am besten entfernen.

Die Altersflecken oder Alterswarzen lassen sich mit Laser oder auch Kürettage abtragen. Kryotherapie kann ebenso angewendet werden.

Die Stielwarzen oder auch Fibrome genannt, lassen sich am besten durch Lasertherapie abtragen.

Hämangiome (Blutschwämme) lassen sich durch Kryotherapie oder Laser therapieren. Manchmal ist auch eine operative Therapie notwendig.

Warzen, die eine hohe Infektiösität aufweisen, können durch Laser oder Excision( Herausschneiden) entfernt werden.

Welche Risiken sind bei den Therapien bestehend?

Normalerwesie wird die Entfernung der Hauttumoren unter Lokalanästhesie durchgeführt. Das Risiko für Infektionen ist hierbei sehr gering, wird jedoch vor jedem Eingriff individuell mit dem Patienten besprochen. Ebenso kann die Narbenbildung unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei Wundheilungsstörungen oder anlagebedingter vermehrter Narbenbildung (z.B. hypertrophe Narbenbildung, Keloide) kann es zu unschönen Narben kommen.

Was können Sie vor/nach der Operation erwarten?

Dr. Biesgen führt als aktives Mitglied in internationalen Fachgesellschaften im Bereich der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie.

Dr. Biesgen arbeitet mit den neusten und modernsten Techniken, um Ihnen ein Ergebnis nach Ihren Wünschen zu erzielen.

Patientensicherheit, höchste Standards und persönliche Betreuung stehen im Mittelpunkt seiner Behandlung.

Dr. Biesgen nimmt sich bei all seinen Beratungsgesprächen die notwendige Zeit, um Sie detailliert und umfassend über alle operative Techniken, Komplikationen und Risiken im Bezug auf die operative Entfernung von Hauttumoren aufzuklären. Die Operation wird individuell auf Sie angepasst und abgestimmt. Anhand von Bildmaterial werden Sie ebenso über die einzelnen Schritte und auch die Nachbehandlung aufgeklärt.

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